Defizite beim Rechnen, Defizite beim Schreiben: Eine klare Mehrheit der Lehrbetriebe nimmt bei den Grundkompetenzen von Schulabgängerinnen und Schulabgängern eine Verschlechterung wahr. Dies zeigt eine Befragung der drei Wirtschaftsverbände SGV, SAV und economiesuisse, an der sich insgesamt 2’929 Unternehmen und Ausbildungsverantwortliche beteiligt haben.
Die Rechnung dieser Entwicklung bezahlen schlussendlich die Schulabgängerinnen und Schulabgänger. Denn gemäss der Befragung bildet jedes fünfte Unternehmen wegen der festgestellten Defizite und des zusätzlichen Betreuungsaufwands weniger Lernende aus oder erwägt dies.
Immer mehr Parteien und Verbände folgen der FDP
«Wir haben früh gesagt: Die Volksschule muss sich wieder auf ihren Kernauftrag konzentrieren. Die Grundkompetenzen müssen sitzen – und guter Unterricht braucht Ruhe und Struktur», sagt Sabina Freiermuth, Präsidentin der FDP Aargau. Ihre Kantonalpartei bringe deshalb bereits seit Jahren Vorstösse ein, um die dringendsten Probleme an den Volksschulen anzugehen.
Rückblickend sagt Freiermuth: «Der Widerstand gegen unsere Reformvorschläge war anfangs gross. Aber wir haben nicht lockergelassen. Heute sehen immer mehr Verantwortliche den Handlungsbedarf und immer mehr Forderungen der FDP finden Mehrheiten. Das freut mich. Vor allem für die Kinder, Eltern und Lehrpersonen, die jeden Tag erleben, wo es Verbesserungen braucht. Sie sind darauf angewiesen, dass die Politik handelt.»
Reformen müssen kommen
Die Probleme an den Volksschulen gehen weit über den Lernstoff, offensichtliche Fehlentwicklungen wie «Farben statt Noten», Handys im Unterricht und die ausufernde Bürokratie hinaus. Auch bei der integrativen Schule braucht es einen Kurswechsel, damit künftig jedes Kind entsprechend seinen Bedürfnissen bestmöglich gefördert wird. Was lange kaum hinterfragt werden durfte, wird heute dank der FDP breit diskutiert. Insbesondere in der Lehrerschaft wächst der Ruf nach Anpassungen, wie eine kürzlich publizierte Umfrage des Lehrerverbands zeigte.
Dasselbe gilt für die Deutschkenntnisse. Wer dem Unterricht sprachlich nicht folgen kann, startet mit schlechteren Chancen. Die FDP Luzern setzte sich deshalb dafür ein, dass Kinder mit ungenügenden Deutschkenntnissen zunächst intensiv die Unterrichtssprache lernen und erst danach in die Regelklasse wechseln. Vergleichbare Ansätze hatten freisinnige Vorreiter bereits in Basel-Stadt und Glarus etabliert. In Luzern fand der Vorschlag jedoch keine Mehrheit. Einzig die FDP stimmte geschlossen dafür.
Gut Ding braucht Weile: Die FDP bleibt dran
Für die FDP ist das kein Grund aufzugeben. Im Gegenteil. Wir bleiben dran und bringen unsere 2024 beschlossenen Forderungen ein. FDP-Co-Parteipräsidentin Susanne Vincenz-Stauffacher: «Die Freisinnigen gehörten zu den Gründern unserer modernen Volksschule. Wir haben früh vor den Fehlentwicklungen gewarnt, die heute offensichtlich sind. Unsere Kantonalparteien arbeiten mit grossem Einsatz an den dringend nötigen Reformen. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar. Eine starke Volksschule ist zentral für die Chancen unserer Kinder, für unsere Berufsbildung und für die Zukunft unseres Landes.»